• Veröffentlicht am

Michael Saitner, geschäftsführender Vorstand des PARITÄTISCHEN SH, zu den Ergebnissen der Sozialticket-Studie des Paritätischen Gesamtverbandes:

„Der Sozialticket-Atlas macht deutlich, dass Mobilitätsgerechtigkeit vom Wohnort abhängig ist und Deutschland in Sachen Sozialticket einen sehr löchrigen Flickenteppich aufweist – und eines dieser Löcher ist Schleswig-Holstein. Weder das Land noch eine einzige Kommune bieten einen Sozialtarif für einkommensschwache Menschen an. Ganz im Gegenteil: Die Fahrkartenpreise haben sich am 1. April wieder erhöht. Mobilität ist ein wichtiger Faktor für die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, das gilt insbesondere für Schleswig-Holstein als Flächenland. Ein bundesweiter Sozialtarif im ÖPNV wäre ein richtiger Schritt in eine sozial-ökologische, gerechte Mobilität, die niemanden ausschließt.“

Um einen Überblick über die Situation vergünstigter Nahverkehrstickets zu erhalten, hat der Paritätische Gesamtverband eine wissenschaftliche Untersuchung bei Christoph Aberle, Institut für Verkehrsplanung und Logistik an der Technische Universität Hamburg, in Auftrag gegeben. Der dabei entstandene Sozialticket-Atlas zeigt erstmals in einer detaillierten bundesweiten Übersicht die erheblichen regionalen Unterschiede: Während einige Bundesländer und Kommunen Sozialtickets anbieten, fehlen sie in weiten Teilen des Landes völlig. Deutschlands Sozialticket-Atlas besteht zu großen Teilen aus „Schwarze-Löcher“-Regionen ohne jeden Sozialtarif. Hier entlang geht es zum digitalen Atlas: https://www.der-paritaetische.de/themen/sozial-und-europapolitik/sozialpolitik/deutschlandticket-sozial/